Doppelschleifer – der Allrounder unter den Schleifmaschinen

Ein Doppelschleifer ist ein wahrer Allrounder. Mit ihm kann hauptsächlich geschliffen und geschärft werden – doch die Maschine bietet noch weitaus mehr Nutzungsmöglichkeiten an. Handwerker wissen diesen Allrounder zu schätzen.

Was ist besonders an einem Doppelschleifer?

Vor allem wegen seiner Form und der Möglichkeit die sich daraus ergeben, ist der Doppelschleifer bei den Handwerkern beliebt. Der Name deutet bereits an, dass die Maschine für zwei unterschiedliche Schleifarbeiten genutzt werden kann. Der Grund sind die beiden Schleifbereiche, die sich links und rechts an dem Doppelschleifer befinden. An diesen sind zwei Schleifsteine bzw. zwei Schleifscheiben befestigt, die genutzt werden können, um Werkzeuge zu schleifen oder anzuspitzen.

Vorrangig ist der Doppelschleifer in Werkstätten zu finden, doch selbst einige Handwerker statten ihre Hobbywerkstatt mit einer solchen Maschine aus. Der starke Motor im Inneren der Maschine sorgt dafür, dass die beiden Scheiben gleichmäßig und konstant in Bewegung gehalten werden.

Was wird genau mit einem Doppelschleifer gemacht?

Mit dem Doppelschleifern werden verschiedene Materialien geschliffen. Am häufigsten kommt die Maschine zum Schärfen von Werkzeugen genutzt, nach intensiven gebraucht. In dem Fall werden sie langsam stumpf und unpräzise. Auch stumpfe Klingen kann der Doppelschleifer wieder schnell auf Vordermann bringen und ihnen neue Schärfe verleihen. Bei den Heimwerkern kommen die Doppelschleifer hauptsächlich zum Einsatz, um Scheren, Messer und andere Schneidwerkzeuge zu schärfen. Sollte, sich bei einem Werkzeug Rost angesetzt haben, dann kann dieser problemlos mit dem Doppelschleifer entfernt werden.

Somit ist der Einsatz der Doppelschleifmaschinen extrem vielseitig. Kein Wunder dass die Maschinen immer häufiger in den privaten Werkstätten zu finden sind und nicht nur bei professionellen Handwerkern zum Einsatz kommen.

Die Geschichte des Doppelschleifers

Wird ein Werkzeug stumpf, dann müssen sich die Menschen sich etwas einfallen lassen, diese wieder zu schärfen. Dieser Tatsache waren sich die Menschen bereits vor Jahrhunderten bewusst. Ebenso erkannten die Menschen dass es möglich ist, durch rotierende Steinscheiben ein Werkzeug zu schärfen. Schon vor zig Jahrhunderten existierten die ersten Schleifmaschinen, deren Prinzip im Industriezeitalter deutlich verbessert wurde.

Diese Schleifsteine, wurden zunehmend mittels Fußantrieb in Bewegung gesetzt und mit dem Einzug der Elektrizität begann das Zeitalter der elektrischen Werkzeuge. Um 1930 wurden die ersten Schleifmaschinen dieser oder ähnlicher Art erfunden und schließlich auch der Doppelschleifer. Heute sind die modernen Doppelschleifer mit denen vor gut 90 Jahren nicht mehr zu vergleichen. Die Art und Weise, wie die Schleifmaschinen Funktionen, ist über die vielen Jahren jedoch beibehalten worden.

Die Funktionsweise von einem Doppelschleifer

Bei einem Doppelschleifer handelt es sich um eine relativ schwere und stabile Werkstattmaschine. Ein Doppelschleifer ist nicht beweglich, sondern ist fest auf einer Unterlage verschraubt. Der Motor ist von einem Gehäuse umschlossen und aus beiden Seite führt eine Achse aus dem Gehäuse heraus. An dieser ist jeweils eine Schleifscheibe angebracht. Jede Schleifscheibe ist mit einer sogenannten Schutzscheibe versehen, die enorm wichtig ist, da es beim Arbeiten zum Funkenflug kommen kann.

Über einen normalen Schalter wird die Maschine an- und ausgeschaltet. Das Werkstück wird zum bearbeiten langsam und mit bedacht an die Schleifscheibe herangeführt. Wird das Werkstück falsch gehalten oder verkantet, dann kann dieses rasch ruiniert werden. Neben dem Schleifen von Werkzeugen ist es ebenfalls möglich, Roststellen von Werkzeugen zu entfernen oder Klingen zu schärfen. Welche Arbeit mit dem Doppelschleifer verrichtet werden kann, das ist letztendlich abhängig von den Schleifscheiben, die in der Regel über eine unterschiedliche Körnung verfügen. Das führt zu dem Fakt, dass verschiedene Ergebnisse erzielt werden.

Für einen Doppelschleifer gibt es keine weiteren Funktionen. Allerdings ist das auch nicht notwendig, denn der Doppelschleifer wurde schließlich genau dafür konzipiert, präzise und effizient Werkstücke zu schleifen. Besonders in der metallverarbeitenden Branche kommen die Doppelschleifer zum Einsatz.

Welche Ausführungen von Doppelschleifern gibt es?

Bei den Doppelschleifern muss zwischen zwei wesentlichen Ausführungen unterschieden werden: Der klassische Doppelschleifer, der auch als Schleifbock bezeichnet wird und der Mini-Doppelschleifer.

Der Doppelschleifer unterscheidet sich bei den einzelnen Modellen hauptsächlich in der Leistung und der Schleiffläche. Der Mini-Doppelschleifer hingegen ist in erster Linie nicht zum Schleifen oder Schärfen gedacht. Sondern er wird im filigranen Bereichen, beim Basteln eingesetzt.

Der Doppelschleifer und seine Eigenschaften

  • massives Gehäuse
  • Schärfen, Spitzen und Abtragen von Materialien
  • zwei verschiedene Schleifscheiben mit unterschiedlicher Körnung
  • Leistung zwischen 250 und 600 Watt
  • bis zu 2.900 U/min
  • Schutzvorrichtung
  • Einsatzbereich: Werkstatt und Heimwerker
  • Gewicht rund 10 kg

Der Mini-Doppelschleifer und seine Eigenschaften

  • massives Gehäuse
  • die kleine Ausführung des Doppelschleifers
  • zwei Schleifscheiben mit unterschiedlicher Körnung
  • schleifen, polieren, Glätten, Gravieren und Trennen
  • 000 U/min
  • Leistung 120 Watt
  • umfangreiches Zubehör
  • für Hobbybastler
  • Gewicht rund 3 kg

Die Hersteller von Doppelschleifern

Bekannte und namhafte Hersteller bieten Doppelschleifer ebenso an, wie No-Name-Unternehmen. Somit steht nicht nur ein breites Einsatzgebiet zur Verfügung, sondern auch eine breitere Preispalette.

Bosch     Metabo     Einhell       Güde     Makita       Mannesman       Scheppach     DeWalt     Ferm     Silverline

Die Vor- und Nachteile der Doppelschleifer

Bevor ein Doppelschleifer angeschafft wird, sollte sich jeder über die Vor- und Nachteile der Maschine im Klaren sein.

                           Die Vorteile                            Die Nachteile
+ Schärfen von Werkzeugen

+ massives Gehäuse

+ für verschiedene Metalle nutzbar

+ verlängert die Nutzbarkeit von Werkzeugen

+ gleichmäßiges Schärfen

– ein hohes Gewicht – kann nicht überall ausgestellt werden

– nicht mobil

– teilweise sehr laut

Zusammenfassung

Bei einem Doppelschleifer handelt es sich um eine elektrische Schleifmaschine, die vor allem dafür genutzt wird, um Werkzeuge zu schleifen. Der Doppelschleifer ist eine Investition die sich auf die Dauer bezahlt macht. Denn anstatt immer wieder neue Bohrer und andere Werkzeuge neu kaufen zu müssen bzw. entsprechendes Zubehör, wird dieses mit dem Doppelschleifer einfach wieder auf Vordermann gebracht. Darüber hinaus ist es möglich, den Doppelschleifer mit den entsprechenden Schleifscheiben zu versehen, sodass es auch möglich ist, Werkstücke zu beschleifen, zu entgraten oder zu polieren. Das zeigt, dass der Einsatz des Doppelschleifers sich nicht ausschließlich auf das Schärfen beschränkt, sondern dass der Doppelschleifer ein kleines Allroundtalent ist.

Für die Hobbybastler gibt es den kleinen Bruder des Doppelschleifers. Dank des vielfältigen Zubehörs können nicht nur Werkstücke beschliffen werden, sondern es ist möglich, Materialien zu polieren, zu trennen oder zu gravieren.